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Orange: Wieder ein UMTS-Bieter weniger

27.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die britische Mobilfunkgesellschaft Orange wird aus dem "3G"-Bieterkonsortium für die UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland ausscheiden. Die Beteiligung von Orange war umstritten, weil das Unternehmen seit Ende Mai zur France Telecom gehört. Der französische Carrier wiederum besitzt 50 Prozent an Mobilcom Multimedia, das ebenfalls an der Lizenzversteigerung teilnimmt. Die Anteile von Orange an dem Konsortium sollen zu gleichen Teilen an die 3G-Partner Telefonica aus Spanien und Sonera aus Finnland gehen.

Mitte Juni hatten der französische Mischkonzern Vivendi und Talkline ihren Ausstieg aus dem deutschen Milliardenpoker um die UMTS-Mobilfunklizenzen verkündet. Talkline, ein Joint-Venture von SBC Communications und Tele Danmark, begründete seine Entscheidung mit den zu erwartenden hohen Kosten für die begehrten Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration. Zur Versteigerung stehen in Deutschland vier bis sechs Lizenzen, die bis zu 120 Milliarden Mark in die Kassen von Finanzminister Eichel spülen sollen. Das UMTS-Mobilfunknetz soll nach bisherigen Planungen 2003 in Betrieb gehen.