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Oracle sorgt für gemischte Gefühle

12.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Oracle hat am heutigen Freitag vor US-Börsenbeginn nur durchwachsene Ergebnisse für das abgelaufene erste Geschäftsquartal 2004 (Ende: 31. August) vorgelegt: Der Datenbankspezialist steigerte zwar seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 28 Prozent auf 440 Millionen Dollar oder acht Cent pro Aktie und erfüllte damit die Erwartungen der Wall Street. Der Umsatz blieb dagegen unter Prognose. Laut Umfrage hatten die Analysten im Schnitt mit einem Zuwachs der Einnahmen um fünf Prozent auf 2,14 Milliarden Dollar gerechnet. Oracle meldet jedoch nur einen Anstieg um zwei Prozent von 2,03 Milliarden auf 2,1 Milliarden Dollar.

Enttäuschend fielen die Erlöse aus dem Verkauf von Neulizenzen aus, einem wichtigen Indikator für die Nachfrage im Softwaresektor: Hier hatte Oracle einen Zuwachs um sechs Prozent von 549 Millionen auf rund 580 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Erreicht wurden nur ein Rückgang um sieben Prozent auf 525 Millionen Dollar.

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Software-Updates und Produkt-Support stiegen im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 1,034 Milliarden Dollar, ein Zeichen für die wachsende Bereitschaft von bestehenden Kunden, ihre Software zu aktualisieren. Den Rest des Quartalsumsatzes erwirtschaftete Oracle mit Services.

Der Datenbankspezialist hatte erst vor kurzem die guten Quartalszahlen des Konkurrenten und Übernahmeobjekts Peoplesoft als "hingedreht" bezeichnet. Mit den aktuellen Zahlen gelang es Oracle jedoch nicht, selbst den Beweis für ein gesundes Umsatzwachstum anzutreten. (mb)