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Office 2003 ist fertig

21.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft bringt heute die elfte Variante seiner Bürosuite unter der Bezeichnung "Office System 2003" auf den Markt. Bei der Weiterentwicklung hat der Konzern den Schwerpunkt mit weit reichender Unterstützung der Extensible Markup Language (XML) und verbesserten Funktionen für Arbeitsgruppen eindeutig auf den Einsatz im Unternehmen gelegt.

Neben einer Standard-Version mit Word, Excel, Outlook und Powerpoint ist das Paket in den Varianten Small Business (Word, Excel, Powerpoint, Publisher und Business Contact Manager) und Professional (Word, Excel, Powerpoint, Publisher, Business Contact Manager und Access) verfügbar. Nur die Professional-Enterprise-Edition enthält zusätzlich das Information Rights Management für Office-Dokumente "Infopath". Die Möglichkeit, kundenspezifische XML-Schemata (Extensible Markup Language) einzusetzen, sehen die Standard- und Small-Business-Versionen ebenfalls nicht vor. Wie bisher gibt es die Standard-Version auch in einer vergünstigten Lizenz für Lehrer, Schüler und Studenten. Eine "Basic-Edition", die nur die drei Kernanwendungen Word, Excel und Outlook enthält, wird nur an OEMs geliefert.

Die Standard-Edition kostet knapp 500 Euro (Update: 300 Euro). Wer 50 Euro drauflegt, bekommt das Small-Business-Paket. Die Professional-Variante schlägt mit 600 Euro (Update: 400 Euro) zu Buche. Lehrer, Schüler und Studenten zahlen laut Microsoft 170 Euro für die Standard-Version.

Jetzt warten Marktbeobachter gespannt auf die Migrationsfreudigkeit vor allem der Geschäftskunden, an die sich die neuen Funktionen des Büropakets etwa im Bereich Collaboration richten. Skepsis ist angesagt: Eine Erhebung der Yankee Group hat ergeben, dass derzeit noch 50 Prozent der befragten Anwender mit dem inzwischen drei Jahre alten Office 2000 arbeiten. Lediglich 19 Prozent seien auf den Nachfolger Office XP umgestiegen.

Sicherheitsexperten haben bereits Bedenken vor dem Einsatz der Software geäußert. Anlass zur Besorgnis gebe das Zusammenspiel des XML-basierenden (Extensible Markup Language) Dateiformats mit Makros. Die in den bisher veröffentlichten Microsoft-Office-Paketen verwendeten Dokumentenformate sehen fest definierte Stellen für die Einbettung der Minianwendungen vor, wodurch sie gut von Virenscannern geprüft werden können. XML kennt solche Fixpunkte nicht. Dadurch lassen sich Makros - und auch Makroviren - an beliebigen Stellen im Dokument verstecken, so die Spezialisten (Computerwoche online berichtete). (lex)