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NTT Docomos Gewinn sinkt um 99,8 Prozent

10.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Nettogewinn des japanischen Mobilfunkkonzerns NTT Docomo ist im Geschäftsjahr 2002 (Ende: 31. März) um 99,8 Prozent von 366 Milliarden Yen (3,14 Milliarden Euro) auf 862 Millionen Yen (7,39 Millionen Euro) gefallen. Allerdings hatte das Unternehmen noch Anfang April aufgrund hoher Investitionsverluste bei ausländischen Beteiligungen - darunter AT&T Wireless oder die niederländische KPN Mobile - mit einem Rekorddefizit von 685 Milliarden Yen (7,4 Milliarden Euro) gerechnet (Computerwoche online berichtete). Auch die Analysten hatten ein negatives Ergebnis erwartet.

Wie das Unternehmen mitteilte, halfen Kosteneinsparungen, die außerordentlichen Verluste von insgesamt 812,9 Milliarden Yen (6,97 Milliarden Euro) aufzufangen. Nachdem im laufenden Geschäftsjahr keine weiteren Wertberichtigungen in dieser Größenordung zu erwarten seien - fast die Hälfte des Kaufpreises seiner strategischen Investments wurden bereits abgeschrieben - rechnet NTT Docomo mit einem Reingewinn von 511 Milliarden Yen (4,38 Milliarden Euro). Der Umsatz soll um 200 Milliarden auf 5,4 Billionen Yen (46,3 Milliarden Euro) steigen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchsen die Einnahmen um rund zehn Prozent auf 5,2 Billionen Yen (44,5 Milliarden Euro). Hauptverantwortlich dafür war der 2G-Dienst I-Mode. Der Bereich konnte seinen Umsatz auf 716 Milliarden Yen (6,14 Milliarden Euro) verdoppeln. Enttäuschend schnitt dagegen der Anfang Oktober vergangenen Jahres gestartete UMTS-Dienst "Foma" (Computerwoche online berichtete) ab: Entgegen früherer Prognosen zählte NTT Docomo bis Ende März statt 150 000 nur 90 000 Abonnenten. Finanzchef Masayuki Hirata geht jedoch davon aus, dass die Zahl der Nutzer im laufenden Geschäftsjahr auf bis zu 1,4 Millionen ansteigen wird. (mb)