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NTT Docomo verringert Anteil an KPN Mobile

09.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Carrier NTT Docomo hat ein Angebot von KPN Mobile abgelehnt, weitere Aktien im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar zu erwerben. Damit dürfte sich sein 15-prozentiger Anteil an der Mobilfunktochter von KPN auf drei Prozent verringern, was wiederum Auswirkungen auf den in einigen europäischen Ländern gemeinsam betriebenen mobilen Internet-Dienst "Imode" haben könnte. Denn wenn die Japaner durch ihre geringere Beteiligung künftig weniger zu sagen haben, könnte das die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen gefährden, befürchten Experten.

Wegen der Abschreibungen auf Investitionen in ausländische Unternehmen hatte NTT Docomo im ersten Fiskalhalbjahr (Ende: 30. September) hohe Verluste ausgewiesen. Angesichts der anhaltenden Konsolidierung des TK-Markts in Europa erklärte ein Docomo-Manager: "Zum jetzigen Zeitpunkt sollten wir besser abwarten als noch mehr Geld in KPN Mobile zu stecken." (sp)