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NTT DoCoMo überträgt 100 Mbps über 4G

10.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Während für uns Endkunden selbst die dritte Mobilfunkgeneration noch Zukunftmusik ist, hat der japanische Carrier NTT DoCoMo nach eigenen Angaben in einem 4G-Modellversuch erfolgreich Daten mit einer Übertragungsrate von 100 Mbit/s beim Downlink (= zum Handy) und 20 Mbit/s beim Uplink (= vom Handy) übertragen. Der Test fand unter kontrollierten Bedingungen im 4G-Forschungszentrum des Unternehmens im Yokosouka Research Park nahe Tokio statt.

Die kommerzielle Nutzung solcher Technik allerdings auch für NTT DoCoMo noch in weiter Ferne und dürfte frühestens um das Jahr 2010 herum Realität werden. Die nächste, oft auch als UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) bezeichnete Mobilfunkgeneration kommt als Zwischenschritt auf Transferraten zwischen 384 Kbit/s und 2,4 Mbit/s. 4G-Technik wird allerdings deutlich höhere Bandbreite benötigen - vermutlich rund 100 Megahertz, das sind rund 20 mal mehr als bei 3G/W-CDMA-Kanälen (Wideband Code Division Multiple Access). Technisch stellt dies eine enorme Herausforderung dar, weil solche "extrabreiten" Kanäle erheblich anfälliger für Interferenzen und Signalrekflektion sind. (tc)