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Nokia und IBM kooperieren bei Mobile Content Management

10.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia hat eine strategische Kooperation mit IBM vereinbart. Beide Unternehmen wollen Mobilnetzbetreiber künftig mit Komplettlösungen für die Verwaltung mobiler Inhalte bedienen. Dazu übernimmt IBM den "Delivery Server" der Finnen in seine "Digital Media Factory". Dahinter verbirgt sich ein Sammelsurium von Produkten und Dienstleistungen, unter anderem "Content Manager", DB2 und "Websphere Commerce Server".

Das Produkt ist für den Betrieb auf eServer-Systemen unter Linux ausgelegt. Nokias Plattform der Wahl waren bisher Sun-Server unter Solaris mit Beas Application Server "Weblogic". Die Finnen portieren ihren Server nun auf auf das quelloffene Unix und fügen Support für IBMs Websphere-basiertes Framework hinzu. Wohl wissend, dass sie den für die Bereitstellung von Inhalten und Diensten in künftigen Netzen wichtigen Markt für Server-basierte Middleware und Datenbanken nicht kontrollieren können, nutzen sie die Expertise von IBM Global Services.

Ebenfalls von großem Wert ist IBMs Erfahrung und Patentportfolio im Bereich DRM (Digital Rights Management) und hier insbesondere der Einsatz von Java. An entsprechenden Standards wollen Nokia und die Armonker gemeinsam arbeiten, unter anderem auch im Rahmen der im Juni gegründeten und rund 200 Hersteller starken Open Mobile Alliance (OMA, Computerwoche online berichtete). Nokias Server soll OMA-kompatibel gemacht werden, sobald die Organisation entsprechende Standards festgelegt hat.

Die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen ist übrigens nicht exklusiv. Global Services arbeitet nach Aussagen einer Sprecherin auch mit anderen Anbietern zusammen, und auch Nokia schließt vergleichbare Distributionsabkommen mit Dritten nicht aus. (tc)