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Nokia hui, Ericsson pfui

22.04.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Analysten erwarten, daß der schwedische Mobilfunkhersteller Telefon AB LM Ericsson im ersten Quartal einen um 30 Prozent niedrigeren Gewinn vor Steuern ausweisen wird als ein Jahr zuvor. Laut einer Prognose der schwedischen Marktforschungsgesellschaft Six Market Estimates wird Ericsson für das erste Quartal 1999 einen Vorsteuergewinn von 1,86 Milliarden Schwedischen Kronen (entspricht 410 Millionen Mark) melden, nachdem in Vorjahresquartal noch 2,64 Milliarden SEK erwirtschaftet worden waren. Die Analysten begründen die Gewinneinbußen mit höheren Forschungskosten, Umstrukturierungsaufwendungen, weniger Aufträgen und dem Preisdruck im Mobilfunk-Bereich.

Der finnische Erzrivale Nokia Oy indes steht besser da. Hier erwarten die Auguren von Six eine Steigerung des Vorsteuergewinns um 61 Prozent auf 622 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Nokia einen Profit vor Steuern in Höhe von 387 Millionen Euro erwirtschaftet. Knapper Kommentar eines Six-Analysten: "Im Gegensatz zu Ericsson verfügt Nokia über ein sehr gutes Mobilfunk-Portfolio."