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Nokia baut Handys in und für China

01.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia baut sein Engagement in China aus. Dazu werden vier bereits vorhandene Fertigungs-Joint-Ventures, die Mobiltelefone und Netzausrüstung produzieren, zu einem Unternehmen mit Sitz in Peking vereint, an dem Nokia gut 60 Prozent halten wird. Primär für den lokalen Markt will Nokia vorbehaltlich der Erteilung entsprechender Lizenzen ab der zweiten Jahreshälfte 2003 Handys auf Basis des CDMA-Standards (Code Division Multiple Access) fertigen, die auf einem hauseigenen Chipsatz basieren.

In China betreibt China Unicom, der zweitgrößte Mobilfunk-Carrier, ein CDMA-Netz. Der von Qualcomm entwickelte Standard ist vor allem in den USA und Südkorea populär. Auf China entfallen derzeit etwa ein Sechstel aller rund 1,2 Milliarden Mobilfunkkunden weltweit. Jeden Monat kommen vier bis fünf Millionen neue Handys hinzu. Die Investment-Bank Lehman Brothers hatte in der vergangenen Woche geschätzt, das in diesem Jahr in China allein rund 15 Millionen CDMA-Endgeräte verkauft werden. (tc)