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NeoPlanet bringt Vollblut-Mozilla-Browser

07.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Company NeoPlanet, die vor allem durch ihre konfigurierbaren Aufsätze für Microsofts "Internet Explorer" bekannt wurde, will Anfang 2001 ihren ersten komplett auf dem Open-Source-Code "Mozilla" basierenden Browser auf den Markt bringen. Im Januar 2001 soll die Betaversion und Ende Februar die endgültige Variante erhältlich sein. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die erste Mozilla-Veröffentlichung von NeoPlanet: Im April 1999 hatte das Unternehmen bereits eine Vorabversion seines Browser-Aufsatzes vorgestellt, der die Mozilla-Rendering-Engine "Gecko" verwendete.

Damit bekommen die beiden großen Browser-Anbieter Microsoft und AOLs Netscape unerwartet viel Konkurrenz. Erst vor wenigen Tagen hatte auch die norwegische Softwareschmiede Opera ihre neue Browserversion 5 kostenlos zum Download im Internet angeboten (Computerwoche online berichtete).

Erst im vergangenen Monat hatte die AOL-Tochter mit "Netscape 6.0" ihren eigenen ersten Mozilla-Browser vorgestellt (Computerwoche online berichtete). Kritische Stimmen, darunter NeoPlanet-Chef Drew Cohen, behaupten, die Veröffentlichung dieser Version habe zu früh stattgefunden und die Bugs seien noch nicht alle ausgebügelt.