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NEC plant "Poison Pill"

09.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einer Reihe von feindlichen Übernahmeversuchen im japanischen Banken- und Mediensektor will der Elektronikkonzern NEC Vorkehrungen gegen unliebsame Kaufinteressenten treffen. Wie ein Firmensprecher erklärte, sollen die Aktionäre auf der Jahreshauptversammlung Ende Juni über entsprechende Änderungen in der Unternehmenssatzung abstimmen. Unter anderem ist geplant, das obere Ausgabelimit von 3,2 Milliarden auf 7,5 Milliarden Aktien anzuheben. Außerdem will NEC die maximal mögliche Zahl der Direktoren von derzeit 40 auf 20 verringern. Mit den Maßnahmen soll es einem potenziellen Aufkäufer erschwert werden, eine Kontrollmehrheit zu erwerben oder die Macht im Verwaltungsrat zu übernehmen. Weitere Schritte will der drittgrößte japanische Elektronikkonzern nach der Bekanntgabe staatlicher Richtlinien für die Abwehr feindlicher Übernahmen andenken. (mb)