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MP3.com einigt sich mit BMG und Warner Music

13.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - MP3.com hat sich im laufenden Copyright-Verfahren mit seinen Anklägern BMG Entertainment und Warner Music Group auf einen Vergleich geeinigt. Demnach zahlt die Internet-Musik-Company der Bertelsmann-Tochter und der Time-Warner-Tochter jeweils 20 Millionen Dollar Schadensersatz. Zudem wird MP3.com die populären Musikkataloge der beiden Unternehmen in Lizenz nehmen und auf seiner Website zur Verfügung stellen. Jedesmal wenn ein Anwender Musik der beiden Labels auf der MP3.com-Website speichert, erhalten BMG und Time Warner 1,5 Cent Nutzungsgebühr. Bei jedem Abspielen ihrer Musik bekommen sie rund 33 Cent.

Mit dieser Einigung, über die das "Wall Street Journal" zuerst berichtete, ist MP3.com jedoch noch lange nicht aus dem Schneider. In dem gegen das Unternehmen laufenden Verfahren sind noch drei weitere Kläger beteiligt, mit denen sich MP3.com bislang noch nicht geeinigt hat: Sony, EMI Group und Universal Music Group, eine Tochter von Seagram. Im Mai war der Anbieter von Internet-Musik in dem Gerichtsverfahren der Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden worden, das Strafmaß wurde jedoch noch nicht festgesetzt (CW Infonet berichtete).