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MIS AG plant weitere Restrukturierung

21.05.2004

"Um die Kostensituation neu zu ordnen", will die Darmstädter MIS AG noch im laufenden zweiten Quartal eine Restrukturierung vornehmen. Wie der Business-Intelligence-Spezialist mitteilte, seien der Vorstand zusammen mit dem neuen Mehrheitsaktionär, der britischen Systems Union Group, bei einer strategischen Überprüfung der Geschäftsstruktur zu dieser Entscheidung gekommen. Der Umstrukturierungsaufwand beträgt rund zwei Millionen Euro und soll die Gewinnschwelle der MIS AG reduzieren.

Details zu Ursache und Ausmaß der erneuten Restrukturierung kann die Presseabteilung des Unternehmens auf Anfrage der CW frühestens kommende Woche geben. Offensichtlich haben die Pläne mit dem britischen Inhaber zu tun - von dem achtgrößten britischen Softwarehaus stammt unter anderem auch der neue Finanzchef der MIS AG.

Im Geschäftsjahr 2003 war es dem Unternehmen gelungen, seine Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr deutlich zu verbessern. Zwar lag der Umsatz mit 47,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau; geringere Betriebskosten ermöglichten aber einen Gewinn von 1,65 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita). 2002 hatte der Business-Intelligence-Spezialist einen Ebita-Verlust von 3,73 Millionen Euro verbucht. Den Nettoverlust senkten die Darmstädter um knapp zehn Millionen auf 1,94 Millionen Euro oder 57 Cent pro Aktie. (mb)