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Microstrategy setzt erneut den Rotstift an

02.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Business-Intelligence-Spezialist Microstrategy will seine Mitarbeiterzahl auf 825 reduzieren. Das bedeutet, rund 20 Prozent der Belegschaft sollen entlassen werden. Mit diesen Maßnahmen will das in Vienna, Virginia, ansässige Unternehmen jährlich zwischen 16 und 25 Millionen Dollar einsparen. Die Restrukturierung wird das Ergebnis des dritten Fiskalquartals mit ein bis drei Millionen Dollar belasten. Microstrategy erwartet für diesen Berichtszeitraum einen operativen Verlust von sechs bis zehn Millionen Dollar oder sieben bis zwölf Cent je Aktie. Nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial rechnen Analysten mit einem Defizit von zehn Cent pro Anteilschein.

Die neuerlichen Entlassungen kommen für die Marktbeobachter nicht überraschend. Ein Analyst bemerkte, das Unternehmen sei während des Internet-Hypes sehr "fett" geworden und baue seitdem kontinuierlich Personal ab. Erst im April hatte Microstrategy 600 Mitarbeitern oder einem Drittel seiner Belegschaft den Laufpass gegeben (Computerwoche online berichtete).