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Microsofts Virtualisierungspläne bedrohen VMware

02.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Meldung könnte VMware, Spezialist für Virtualisierungssoftware, erheblich zu schaffen machen: Microsoft will Virtualisierungsfunktionen nicht mehr nur in Form eigenständiger Produkte anbieten, sondern direkt in das Betriebssystem einbauen. Dabei setzt der Softwarekonzern auf eine zur VMware-Technik vergleichbare Architektur, wobei der als "Hypervisor Layer" bezeichnete Code in den für Ende 2006 geplanten Windows-Nachfolger "Longhorn" integriert wird. Ob man dann noch Folgeversionen der hauseigenen Systeme "Virtual Server" und "Virtual PC" entwickeln wird, darüber ist bei Microsoft noch keine Entscheidung gefallen.

Dem Vorwurf, die Virtualisierungsprodukte aus Redmond unterstützten nur Windows als Host-Betriebssystem, ist Microsoft erst kürzlich mit der Ankündigung entgegengetreten, dass man die Software über die Zusammenarbeit mit Partnern auch anderen Plattformen inklusive Linux öffne.

Bezüglich der Virtualisierungstechnik befindet sich Microsoft im Zugzwang. Zum einen haben Linux-Spezialisten wie Novell und Red Hat ebenfalls Pläne geäußert, wonach sie entsprechende Features in ihren Distributionen integrieren wollen, andererseits gelten die Konkurrenzsysteme von VMware im Vergleich zum einschlägigen Microsoft-Portfolio als deutlich ausgereifter. (ue)