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Microsoft und New Yorker Staatsanwaltschaft kämpfen gemeinsam gegen Spammer

18.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Gates-Company will künftig gemeinsam mit der New Yorker Justiz gegen Versender von unerwünschten Werbe-Mails (Spams) vorgehen. Unternehmenskreisen zufolge werden Microsoft und der Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer noch am heutigen Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt geben, dass sie rechtliche Schritte gegen mehrere Spammer eingeleitet haben. Wie das "Wall Street Journal" erfahren haben will, richtet sich die konzertierte Aktion gegen drei Unternehmen, die sich angeblich Zugang zu Servern des Softwareriesen verschafft haben, um im großen Stil Spam-Mails an Hotmail-Nutzer zu versenden. Rückendeckung erhält Microsoft dabei von dem neuen Bundesgesetz CAN-SPAM, das US-Präsident George Bush am Dienstag unterzeichnete. Unter bestimmten Umständen drohen den Versendern von Spam-Nachrichten Geldstrafen bis zu 250 Dollar pro Mail oder maximal sechs Millionen Dollar. (Computerwoche online berichtete)

Nach Angaben der Zeitung hat sich Microsoft bereits an zwei E-Mail-Marketing-Firmen gewandt. Diese bestritten jedoch die Vorwürfe, Spam-Mails an MSN-Nutzer versandt zu haben. Das Vorgehen des Softwarekonzerns bezeichneten sie als billige Werbekampagne. (mb)