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Merkel will Ex-Siemens-Chef von Pierer vor den Wahlkampf-Karren spannen

09.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei dem anstehenden Wahlkampf erwägt die Union offenbar, sich mit dem ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer zu schmücken.

Ein angesehener Manager in Merkels Umgebung sei "auf jeden Fall ein Gewinn", zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD) die Fraktionsführung in Berlin. "Der Name von Pierer fällt in diesem Zusammenhang immer wieder."

Ein Mann wie von Pierer könnte Merkels Image unter den deutschen Unternehmenschefs aufpolieren. Erste Aufgabe des Managers sei es daher, der CDU-Chefin hier die Türen zu öffnen, spekuliert die FTD. Im Falle eines Wahlsiegs sei von einem Beraterposten für von Pierer die Rede. Damit könnte der Ex-Siemens-Chef auch seine Funktion als Aufsichtsratschef des Münchner Elektronikkonzerns behalten. Je nachdem, welche Pläne der CSU-Chef Edmund Stoiber in Merkels Dream-Team spielen wird, könnte den Spekulationen zufolge für von Pierer auch das Amt des Wirtschaftsministers drin sein.

Zunächst will die Union solche Personalspiele aber noch zurückhalten. Angesichts des ungewissen Wahlausgangs und aus Rücksicht auf einen möglichen Koalitionspartner müsse von Pierers Zukunft in einer CDU-Regierung offen bleiben, hieß es laut FTD in Partei und Fraktion. (mb)