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Mehr Stress mit dem PC als mit den Schwiegereltern

08.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein PC-Ausfall birgt mehr Stresspotenzial als die gängigen Tücken des Alltags. Das ergab eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Benchmark Research kürzlich im Auftrag von IT-Dienstleister ICL durchgeführt hat.

Die psychologischen Aspekte einer instabilen IT-Infrastruktur am Arbeitsplatz dürfen nicht länger ignoriert werden. Zu diesem Schluss kommt IT-Dienstleister ICL angesichts seiner aktuellen Umfrageergebnisse. Basis der Befragung im Juli dieses Jahres bildeten 200 Büroangestellte aus den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Dienstleistung und Fertigung. Demnach sind Computerpannen als Stressfaktor nicht zu unterschätzen.

So halten 68 Prozent der PC-Nutzer das Streiken ihres PCs für stressiger als ein Wochenende mit den Schwiegereltern. Ganze 79 Prozent würden lieber in einer Bank anstehen oder in einem überfüllten Lokal auf Bedienung warten als sich mit PC-Problemen herumzuschlagen. Vom IT-Stress besonders gebeutelt scheinen zehn Prozent der Umfrageteilnehmer, die die Zicken ihres PCs als schlimmer empfinden als ihren Urlaubsflieger zu verpassen oder gar einen ganzen Tag Babysitten der Arbeitsverweigerung ihres PCs vorziehen (50 Prozent). Die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht haben dürften diejenigen, die eine PC-Panne härter trifft als vom Partner verlassen zu werden – nach Angaben von ICL immerhin eine von acht befragten Personen.

Durch langsame oder unzuverlässige Technologien verschwenden ein Viertel der Umfrageteilnehmer im Schnitt 30 bis 60 Minuten pro Tag. 45 Prozent verlieren täglich immerhin zwischen fünf und 30 Minuten. Auf Abhilfe im Falle einer Störung warten 30 Prozent der Befragten über zwei Stunden, 22 Prozent gaben Wartezeiten zwischen einer halben und einer Stunde an.