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Marktbeobachter: IT-Ausgaben wachsen langsam aber sicher

16.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach mehr als zwei Jahren Flaute scheinen sich die Chancen auf einen Anstieg der IT-Ausgaben von Unternehmen allmählich zu verbessern: Während die Prognosen für 2003 zwischen Stagnation und fünf Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr liegen, erwarten Marktforscher für das kommende Jahr einen Zuwachs der IT-Investitionen um vier bis fünf Prozent. Es sei gegenwärtig ein langsamer aber beständiger Wandel zu erkennen, so Hugh Bishop, Senior Vice President der Aberdeen Group, gegenüber dem "Wall Street Journal": Vor eineinhalb Jahren habe das Marktforschungsinstitut noch überall einen Budgetrückgang festgestellt, nun sei die Stimmung zunehmend positiv. Bishop rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum der IT-Ausgaben um vier Prozent.

Die Firmenchefs seien nach wie vor vorsichtig, höhere Summen in Informationstechnologie zu investieren, meint hingegen Stephen Minton, Program Director von IDC. Sein Unternehmen erwartet für 2003 nur stagnierende IT-Ausgaben. Im nächsten Jahr sollen die Investitionen jedoch um vier Prozent ansteigen.

Allerdings, so Minton, nutzten die Unternehmen gegenwärtig sehr wohl die niedrigen Preise, um ihren Bedarf an PCs und Servern zu decken. Wenn den Firmen das Geld wieder etwas lockerer sitzt, könnten nach Ansicht von Marktbeobachtern vor allem bei Anbietern der Bereiche Security, Storage und Unternehmenssoftware die Kassen wieder häufiger klingeln. (mb)