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Markt für Computerspiele flaut ab

11.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unternehmen der Unterhaltungssoftware müssen sich auf einen strengen Winter gefasst machen: Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ging der Umsatz an Computer- und Videospielen sowie Lernsoftware im ersten Halbjahr 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,62 Prozent zurück. Gegenüber 733,12 Millionen Euro gaben die Verbraucher nur noch 647,93 Millionen Euro für diese Software aus.

Auch aus den USA kommen keine guten Signale: Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens NPD Group war das Kaufinteresse nach Markteinführungen von Konsolen wie X-Box und Gamecube im November 2001 wesentlich höher als in diesem Jahr. Während sich die Amerikaner 2002 wieder mehr für Musik-CDs und Bücher interessieren, nahm das Interesse der Deutschen an diesen Produkten ab. Der Informations- und Edutainment-Markt büßte nach Angaben der GfK im ersten Halbjahr 2002 rund 22 Prozent seines Umsatzes gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres ein. Von dem Einbruch nahezu verschont blieb der Markt für Videokonsolen. Hier pendelte sich das Ergebnis auf 266, 5 Millionen Euro ein - knapp zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. (km)