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LinuxWorld-Splitter

03.03.1999
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Rahmen der LinuxWorld in Kalifornien gab es eine Reihe interessanter Ankündigungen und Ereignisse:

Computer Associates (CA) kooperiert mit dem Linux-Anbieter RedHat Software. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird CA sein System-Management-Framework "Unicenter TNG" auf die RedHat-Distribution von Linux portieren und 500 000 Kopien über die RedHat-CD kostenlos verteilen.

Neben dem durch eine Finanzspritze von Intel ermöglichten Kauf der Domain "Linux.com" durch VA Research will auch RedHat Software seine Web-Site zu einem echten Portal für Linux-Anwender ausbauen.

Zu den Firmen, die im vergangenen Jahr versucht haben, die Domain Linux.com von Fred van Kempen zu kaufen, der sie als erster hatte registrieren lassen, gehören dessen Aussagen zufolge Compaq (besser: Digital Equipment), RedHat und - jawohl - Microsoft. Interessiert gezeigt hätten sich (ohne allerdings ein Gebot abzugeben) auch Dell, die IBM und Novell, so van Kempen.

Compaq wird seine Intel-basierten "Proliant"-Server offiziell auch für Linux zertifizieren. Das Aufspielen des Betriebssystems überläßt der texanische PC-Riese allerdings lieber seinen Wiederverkäufern. Dem Linux-Urheber Linus Torvalds schenkte Compaq einen Server für den Hausgebrauch - allerdings ein Modell "DS/20" mit Alpha-CPUs.

Die kanadischen Softwerker von Corel, die sich mit ihrer Java-Portierung der WordPerfect-Suite bekanntlich nicht eben mit Ruhm bekleckert hatten, suchen nun ihr Heil im Open-Source-Unix. Sie wollen sogar eine eigene Distribution namens "Corel Desktop Linux" auf den Markt bringen, die sich vor allem durch eine besonders einfache und benutzerfreundliche Installation auszeichnen soll. Ob Corel als Benutzeroberfläche einen der derzeitigen Rivalen "KDE" oder "Gnome" wählt oder eine eigene GUI strickt, ist nicht bekannt. Das Produkt soll im November 1999 auf den Markt kommen.