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Linuxtag: Bundesjustizministerin Zypries zu Besuch

05.05.2006
Als Vertreterin der Bundesregierung hat Brigitte Zypries den Linuxtag in Wiesbaden besucht.

Zypries kam auf Einladung des Linuxverbandes "Live" und entsprechend verbrachte sie rund zwei Stunden am Gemeinschaftsstand von Firmen im Umfeld freier Software und Linux. Im Zentrum des Interesses stand das von der Europäische Union geförderte Projekt "Comenius", präsentiert von mehr als 20 Schülern und Lehrern. In diesem Projekt haben Schulen aus Deutschland, Polen, Portugal, Spanien und der Slowakei mit Open-Source-Software Lösungen für den Schulalltag erstellt.

So haben Lehrer Schulungsmaterialien erarbeitet, die von den Schülern mit Hilfe von OpenOffice aufbereitet werden. Diese Schulungsmaterialien werden ins Englische übersetzt, anschließend können Schulen oder Schulbehörden diese Materialien in ihre Landessprachen übersetzen und im Unterricht verwenden. Denn das Open-Source-Prinzip wird auch für die Schulungsmaterialien angewendet: Sie stehen der Allgemeinheit zur Verfügung. Das Comenius-Projekt wird noch fortgesetzt.

Neben Comenius besuchte die Ministerin auch die Stände des OpenUsability-Projektes, des Münchner LiMuX-Projekts, der OpenOffice.org, des BSI mit Erposs, des OpenSuse-Projekts sowie Wikipedia, das VDR-Projekt und die Free Software Foundation Europe. Wie Zypries sagte, will ihr Ministerium Linux unterstützen und plant unter anderem, die elektronische Gerichtsakte auf dem freien Betriebssystem verfügbar zu machen. Das Thema Softwarepatente wollte die Ministerin nicht diskutieren. (ls)