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Lexmark: Gewinnwarnung für das dritte und vierte Quartal

26.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Lexmark International hat seine Gewinnprognose für die zweite Hälfte dieses Jahres nach unten korrigiert. Damit zieht der weltweit zweitgrößte Hersteller von Laserdruckern die Konsequenz aus den enttäuschenden Verkaufszahlen bei Tintenpatronen und der anhaltenden Flaute im Highend-Markt für Laserdrucker. Das Unternehmen erwartet für das dritte Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 45 bis 50 Cent pro Aktie - deutlich unterhalb der Analystenvorhersage von 60 Cent und immer noch weniger als die frühere eigene Prognose von 56 Cent pro Anteilschein. Dessen ungeachtet wird die Umsatzsteigerung für dieses Quartal voraussichtlich weiterhin bei neun Prozent liegen. Im dritten Fiskalquartal 1999 verzeichnete Lexmark einen Nettogewinn von 76,5 Millionen Dollar (56 Cent pro Aktie) und Einnahmen von 845 Millionen Dollar.

Für das vierte Quartal 2000 erwartet die US-Company lediglich einen Gewinn von 55 bis 65 Cent pro Anteilschein. Analysten gingen bislang von 80 Cent aus. Der Umsatz wird voraussichtlich zehn bis 15 Prozent höher liegen als im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Im vierten Quartal 1999 wurde ein Nettogewinn von 99,7 Millionen Dollar (73 Cent pro Aktie) und ein Umsatz von rund einer Milliarde Dollar erzielt.

Nach Einschätzung von Paul Curlander, Vorsitzender und Chief Executive Officer bei Lexmark, handelt es sich beim Rückgang im Tintenpatronengeschäft um ein "vorübergehendes Problem". Die Nachfrage sei gesunken, da die Händler ihre Vorräte nicht aufgestockt haben. Die endgültigen Zahlen für das dritte Fiskalquartal sollen am 23. Oktober bekannt gegeben werden. An der New Yorker Börse schloss die Lexmark-Aktie gestern nachmittag um vier Uhr bei 52 Dollar, ein Minus von 2,63 Dollar.