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Legale Musiktauschbörsen werden billiger

01.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Pressplay, eine legaler Musikanbieter von Sony und Vivendi, ergänzt ihren Service um die Möglichkeit, Songs auf CDs zu brennen oder auf MP3-Player zu überspielen. Damit baut Pressplay seine Position gegenüber Konkurrenten anderer Plattenlabels aus. Allerdings rechnen Experten damit, dass diese bald nachziehen.

Ein wenig Boden kann Pressplay mit dem erweiterten Service auch gegenüber den Peer-to-Peer-Websites (P2P) gutmachen, die Musik kostenlos zum Download anbieten.

Bisher konnten Kunden von Pressplay ihre gewünschten Stücke nur nach Anmeldung gegen Gebühr anhören und downloaden. Über eine bestimmte Frist hinaus war die Musik nicht zu konsumieren. In einer neuen Basisversion sollen die User für 9,95 Dollar im Monat beliebig viele Songs streamen oder herunterladen können. Aufheben, brennen oder auf MP3-Player übertragen darf man die Daten allerdings für dieses Entgelt noch nicht. Erst das Paket für 17,95 Dollar erlaubt, ganze zehn Stücke dauerhaft zu behalten.

In der Branche wird die Erweiterung des Services als Zugeständnis an die "All-you-can-eat"-Einstellung der Internet-Kunden gewertet, die sich bevorzugt, kostenloser P2P-Dienste wie Kazaa und anderer bedienen. (bw)