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KPN und E-Plus auf Wachstumskurs

10.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einem Gewinnanstieg auf 172 Millionen Euro im dritten Quartal 2003 hebt der niederländische TK-Konzern KPN nun erneut seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an: So erwartet das Management um CEO Ad Scheepbouwer jetzt einen Anstieg des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um mindestens zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr (4,4 Milliarden Euro). Bisher war KNP nur von einem Wachstum um mindestens zehn Prozent ausgegangen. Der Vorsteuergewinn soll 1,5 Milliarden Euro betragen. Außerdem stellte KPN erstmals mit zwölf Cent pro Aktie wieder einen Dividendenzahlung in Aussicht.

Die Niederländer steigerten ihren Nettoprofit im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 38 Millionen auf 172 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich gleichzeitig um 1,8 Prozent auf 3,08 Milliarden Euro. Während die Einnahmen im Festnetzgeschäft dabei nahezu stagnierten, wuchs die Mobilfunksparte im Jahresvergleich um 6,5 Prozent. Wachstumstreiber in dem Bereich war die deutsche Tochter E-Plus.

Das Düsseldorfer Mobilfunkunternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum 630 Millionen Euro Umsatz - verglichen mit nur 592 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dabei stagnierte zwar der mittlere Umsatz pro Nutzer (ARPU) bei 25 Euro je Monat. E-Plus konnte aber seine Nutzerzahl im Jahresverlauf um 930.000 auf knapp acht Millionen Kunden erhöhen. Bis Ende kommenden Jahres strebt die KPN-Tochter neun Millionen Mobilfunknutzer an. Das Erreichen der Gewinnschwelle wird bei rund elf Millionen Kunden erwartet. Kehrseite des Wachstumsziels sind die hohen Investitionen in die Kundengewinnung: Diese ließen die Ebitda-Marge von E-Plus im Jahresvergleich von 28 auf 25 Prozent schrumpfen, wegen weiterer Aufwendungen in diesem Bereich soll die Rentabilität bis ins Jahr 2004 nicht ansteigen.(mb)