Web

 

Konjunkturflaute belastet Mensch und Maschine

25.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die gegenwärtige Konjunkturschwäche hat mit einiger Verzögerung nun auch den Wesslinger CAD-Spezialisten Mensch und Maschine AG (MuM) erwischt: Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 34,3 Millionen auf 25,5 Millionen Euro. Nach einem Gewinn von 1,7 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) wies das Unternehmen nun einen EBITA-Verlust von 1,3 Millionen Euro aus. Unter dem Strich verbuchte MuM ein Defizit von 2,1 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2001 hatten die Wesslinger noch einen leichten Überschuss von 523.000 Euro erzielt.

Dank der guten Erlöse im ersten Halbjahr (Computerwoche online berichtete) liegen die Einnahmen für die Monate Januar bis September mit 107,3 Millionen Euro noch zehn Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres von 97,9 Millionen Euro. Das Unternehmen profitierte dabei nach eigenen Angaben vor allem vom Geschäftsbereich "Eigene Technologien", der mit 15,3 Millionen Euro fast dreimal so viel Umsatz wie in der Vorjahresperiode beisteuerte. Das EBITA-Plus brach dagegen mit 2,4 Millionen Euro um die Hälfte ein, nach Wertberichtigungen ging der EBIT-Profit von 3,5 Millionen auf 340.000 Euro zurück. Netto schrieb MuM einen Verlust von 1,1 Millionen nach einem Reingewinn von 1,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die liquiden Mittel schrumpften in den Monaten Juli, August und September von 3,8 Millionen auf lediglich 736.000 Euro.

Der Vorstand erhofft sich im laufenden vierten Quartal wieder steigende Einnahmen und Ergebnisse. Diese sollen aber dennoch deutlich unter Plan ausfallen. Insgesamt würde MuM für das Gesamtjahr MuM bereits Umsatz- und EBITDA-Werte auf Vorjahreshöhe als Erfolg werten, hieß es.

Im nächsten Jahr könnte ein neuer Distributionsvertrag wieder für steigende Einnahmen sorgen: Ab Anfang März wird MuM die Produkte der Parametric Technology Corporation PTC), einem US-Anbieter von CAD-Software für Mechanik und Product-Lifecycle-Management (PLM), in 14 europäischen Ländern übernehmen. Der bisherige Hauptlieferant Autodesk soll aber nach wie vor eine zentrale Rolle spielen. (mb)