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Keine Entlassungen bei Compaq Deutschland

03.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die deutsche Compaq Computer GmbH will angeblich keine Mitarbeiter entlassen. Das gab der Unternehmenssprecher Ullrich Esser letzten Freitag bekannt. Compaq Deutschland habe durch weitreichende Umstrukturierungsmaßnahmen im ersten Quartal die Kosten frühzeitig unter Kontrolle bekommen und sei bei Neueinstellungen sehr konservativ vorgegangen. Daher sei keiner der derzeit 2200 Arbeitsplätze in Gefahr, so Esser. Allerdings sollen freie Stellen vorerst nicht neu besetzt werden.

Compaq erklärte vergangene Woche, die lange Integrationsphase der 1998 aufgekauften Digital Equipment habe Deutschland und Frankreich sehr geschadet. In Frankreich verlor der PC-Hersteller durch großzügige Abfindungsangebote sogar mehr Mitarbeiter als erwünscht. Aus diesem Grund ist die französische Tochter nun auf der Suche nach neuen Kräften und wird keine weiteren Stellen streichen.

Erst vor kurzem hatte der texanische Hersteller einen Verlust von 184 Millionen Dollar für das zweite Geschäftsquartal gemeldet und weitreichende Neuordnungsmaßnahmen angekündigt. Weltweit sollen daher zwischen 6000 und 8000 Mitarbeiter entlassen werden (CW Infonet berichtete).