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Kein Standard für den Austausch von Geodaten in Sicht

08.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Behörden und Unternehmen arbeiten in zunehmenden Maße mit Geodaten. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) fordert nun, eine zentrale Anlaufstelle für Daten aus Geoinformationssystemen (Gis) zu schaffen. Diese soll den Formatwildwuchs stoppen, der wegen fehlender Standards mittlerweile entstanden ist. Laut "Handelsblatt" sind weder Prozesse noch Produkte vereinheitlicht, unter anderem weil die Geodaten mit unterschiedlichen Verfahren erhoben werden.

Bund und Länder wollen das Problem zumindest in Teilbereichen lösen. Sie arbeiten derzeit daran, die Gis-Daten im amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (Alkis) zu vereinheitlichen. Länderübergreifend versucht das Open Geospatial Consortium (OCG) seit 1994 Geodaten unter dem Label "OpenGIS" interoperabel zu machen. Eine Spezifikation hat die Organisation, ein Konsortium von 286 Firmen, Behörden und Universitäten, allerdings noch nicht hervorgebracht. Zu groß ist in diesem Bereich die Vielfalt, Branchenkenner zählen rund 120 verschiedene Datenformate, die unter einen Hut gebracht werden müssten. (rg)