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Kaspersky stellt Version 6.0 seiner Antivirenlösung vor

05.04.2006
Hersteller will Kunden mit mehr Leistung und niedrigeren Preisen überzeugen.

Der russische Anbieter Kaspersky Lab hat seine Portfolio überarbeitet. Mit "Kaspersky Anti-Virus (KAV) 6.0" und "Kaspersky Internet Security (KIS) 6.0" präsentiert das Unternehmen nicht nur ein einfaches Produkt-Update, sondern überarbeitet zudem den Leistungsumfang seiner Lösungen. Die bislang separat erhältlichen Tools "Anti-Virus" (in der Personal- und der Professional-Version), "Anti-Hacker", und "Personal Security Suite" gehen künftig in den beiden eingangs genannten Lösungen auf. Dabei ist Anti-Virus 6.0 insgesamt stärker auf die Abwehr von Viren getrimmt, während Internet Security 6.0 zudem noch Techniken bietet, die auch andere Angriffe abwehren sollen.

Andreas Lamm, Geschäftsführer von Kaspersky Deutschland, spricht daher von einem "großen Schritt" in der Produktentwicklung. Die Neuerung spiegelt sich optisch vor allem in der stark überarbeiteten Bedienoberfläche wieder, von der aus Anwender vielfältige Möglichkeiten haben, die Lösung zu konfigurieren, zu überwachen und auszuwerten.

Kaspersky beschränkt sich jedoch nicht auf die Oberflächenpolitur, sondern wartet gleichzeitig mit einer ganzen Reihe von Verbesserungen auf, die unter anderem auch die Leistung des Produkts erhöhen sollen. Verbesserte Algorithmen sorgen nach Angaben des Anbieters dafür, dass Festplatten-Scans schneller laufen. Mit Hilfe von Modulen wie "iSwift" und "iChecker" reduziert sich dem Hersteller zufolge zudem die Dauer zukünftiger Scans.

Die Software soll künftig in der Lage sein, im Arbeitsspeicher befindlichen Schadcode zu entfernen. Techniken etwa zur Erkennung von Rootkits oder zur Integritätskontrolle tragen laut Kaspersky zusätzlich dazu bei, die Sicherheit zu erhöhen. Bestimmte Funktionen überwachen die Registry auf Veränderungen und blocken Versuche, diese zu manipulieren. Die neue Produktversion wehrt zudem Phishing-Attacken sowie Dialer ab und verhindert das Installieren von Keyloggern.

Gegen Hacker-Attacken sollen die Personal Firewall, das integrierte Intrusion-Detection-System und der "Stealth Modus" helfen. Letzterer sorgt dem Anbieter zufolge dafür, dass der Rechner nicht vom Internet aus zu sehen ist. So laufen Angriffe ins Leere. Diese drei Funktionen sowie der Spy- und Adware-Blocker und die Abwehrmechanismen gegen Phishing, Spam und Dialer sind jedoch Käufern von KIS vorbehalten.

Anwender können mit Version 6.0 auch Rettungs-CDs erstellen. Für den Fall eines fehlgeschlagenen oder fehlerhaften Updates bietet das Produkt die Möglichkeit, die Aktualisierung wieder rückgängig zu machen.

Die Produkte sollen ab Mai verfügbar sein. Kaspersky verlangt für KAV 29,90 Euro und für KIS 39,90 Euro beziehungsweise 59,90 Euro (für die Professional Version, die bis zu drei Arbeitsplätze unterstützt). Damit hat der Anbieter die Preise gegenüber den Vorgängerprodukten deutlich gesenkt. Wer derzeit noch Version 5.0 in Betrieb hat, kann kostenlos auf die neue Generation upgraden. (ave)