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Jibe nutzt P2P für Video-Streaming

28.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das US-Startup Jibe bietet ab sofort ein Video-on-Demand-System auf P2P-Basis (Peer to Peer) an. Um Filme auch zu Anwendern mit schmalbandigeren Internet-Anschlüssen ruckelfrei zu übertragen, nutzt das Unternehmen die gleiche Technik wie die Online-Tauschbörse Kazaa. Dabei können Teile eines Video-Streams von verschiedenen im Netz zusammengeschlossenen Rechnern kommen und auf dem Ziel-PC zusammengesetzt werden. Die so geladenen Filme lassen sich bereits anschauen, bevor sie komplett auf die eigene Festplatte geladen sind.

Das von Jibe "EdgeBurst" genannte System ist jedoch, anders als Kazaa, keine Plattform, über die Anwender beliebige Dateien tauschen können, sagte Firmenchef Neal Alter. Demnach soll die Kontrolle über die Inhalte bei den Anbietern bleiben. Nutzer müssen sich anmelden, wenn sie auf bestimmte Inhalte zugreifen wollen.

Video-Anbieter installieren einen EdgeBurst-Server, Nutzer benötigen einen Client. Bei der Nachfrage nach einem bestimmten Film fragt der Server alle angeschlossenen Clients ab und koordiniert den Download auf den Zielrechner. Die Software ist laut Jibe kompatibel zu den Multimedia-Playern von Microsoft, Real und Apple. Lizenzen gibt es ab 100.000 Dollar. (lex)