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Java-Lizenzierung soll Linux-freundlicher werden

05.05.2006
Sun will die Lizenz für das Java Runtime Environment (JRE) so ändern, dass die Software einfacher mit Open-Source-Betriebssystem verteilt werden kann.

Das erklärten Manager des Herstellers in einer Telefonkonferenz im Vorfeld der Hausmesse JavaOne, die am 16. Mai in San Francisco beginnt. Laurie Tolson, Vice President der Java Platform Group, erklärte, Sun habe die Lizenzbedingungen so modizifiziert, dass sie besser zu quelloffenen Betriebssystemen und hier vor allem Linux und OpenSolaris passten.

JRE, das Desktop-Rechner für Java-Anwendungen benötigen, wird typischerweise nicht mit dem Betriebssystem geliefert, sondern meist nachträglich installiert. "Wir wollen erreichen, dass Distributoren und Entwickler einfacher mit dem Betriebssystem an die Runtime kommen", sagte Tolson. Ihr für SOA und Integrationsplattformen zuständiger Marketing-Kollege Joe Keller bezeichnete die Änderung als "Java schon enthalten".

Sun hatte sich bislang standhaft geweigert, Java komplett unter eine Open-Source-Lizenz zu stellen, obwohl dies immer wieder gefordert wurde. Der Hersteller hat aber zumindest den Entwicklungsprozess um die Sprache stark verändert und durch Änderung der Lizenzen den Einblick in den Quellcode erheblich vereinfacht. (tc)