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Japan: Wir haben den schnellsten Supercomputer

18.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das japanische Institut für Physikalische und Chemische Forschung (Riken) hat nach eigenen Angaben den schnellsten Supercomputer der Welt entwickelt. Nach einem Bericht in der Tageszeitung "Nihon Keizai Shimbun" hat das regierungseigene Institut im Rahmen von Tests ermittelt, daß sein neuer Numbercruncher viermal schneller ist als der bisherige Platzhirsch, der von Intel gebaute "Asci Red" in den Sandia National Laboratories. Das Riken-System arbeitet laut "Computergram" mit 2688 neuentwickelten Prozessoren, von denen jeder 27mal schneller sein soll als die derzeit stärksten verfügbaren PC-CPUs. In einem Test mit nur halber Kraft erreichte die Maschine bereits eine Rechenleistung von zehn Teraflops. Nach Einschätzung der Forscher kann der Riken-Rechenknecht bei voller Kraft sogar 50 Teraflops schaffen. Bis Ende kommenden Jahres will das Labor bereits zwei solche Maschinen koppeln und dann

die astronomische Leistung von 100 Tflops erreichen. Riken will den Rechner für Analysen von Protein-Molekülen verwenden, deren Ergebnisse der pharmazeutischen Entwicklung zugute kommen sollen.