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Japan will IT-Experten ins Land holen

31.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die japanische Regierung erwägt offenbar die Einwanderungsbestimmungen zu lockern, um IT-Fachkräfte ins Land zu locken. Die neuen Richtlinien würden es Ingenieuren aus China, Indien und Korea erleichtern im Land der aufgehenden Sonne zu arbeiten. Trotz der anhaltenden Knappheit an Computerexperten verhielt sich der Staat bisher zögerlich, ausländische Arbeitskräfte ins Land zu holen.

Im Februar 2001 hatte die Regierung eine Vereinbarung mit Indien geschlossen, wonach die Qualifikation der indischen Experten gleichermaßen anerkannt wurde, wie die der japanischen Kollegen. Diese Richtlinie soll nun auf andere Länder ausgeweitet werden. "Wir erwägen Gesetzesänderungen und hoffen diese im Laufe des Jahres zu verwirklichen", so Toshio Kimura, Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde.

Nach den bestehenden Richtlinien, muss ein ausländischer IT-Spezialist, der keinen Universitätsabschluss vorweisen kann, mindestens zehn Jahre Berufserfahrung mitbringen, um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Nach Angaben des Managers einer Jobvermittlung, gibt es kaum Bewerber, die die Auflagen der japanischen Regierung erfüllen.