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ITC prüft Vorwürfe gegen Qualcomm

21.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die U.S. International Trade Commission (ITC) hat eine Untersuchung gegen den Chipdesigner Qualcomm wegen angeblich unfairer Handelspraktiken aufgenommen. Wie der mit Qualcomm konkurrierende Hersteller von Kommunikationschips, Broadcom, bekannt gab, reagiert die Behörde damit auf die Mitte Mai eingebrachte Forderung, den Import bestimmter, in Taiwan hergestellter Qualcomm-Produkte zu verbieten. Aus Sicht von Broadcom kollidieren die Techniken des CDMA-Pioniers (Code Division Multiple Access) mit zehn eigenen Patenten in den Bereichen kabelgebundene und kabellose Kommunikation sowie Multimedia-Verarbeitungstechnik. Dazu zählten die Push-to-Chat-Funktion "QChat", die Ver- und Entschlüsselung von digitalen Videos, simultane Sprach- und Datenübertragung sowie die Bluetooth-Einbindung in Handys.

Um seinen Ansprüchen zusätzliches Gewicht zu verleihen, hatte Broadcom im Mai gleichzeitig zwei Klagen gegen Qualcomm eingereicht. Darin verlangt der Hersteller von Qualcomm Schadensersatz sowie den Produktions- und Verkaufsstopp wichtiger Kommunikationschips (Computerwoche.de berichtete). (mb)