EMC, Intel, Dell, IBM. Fujitsu

IT-Industrie feilt an SSD-Standards

16.11.2010
Von Christa Manta
Zu viel Aufwand bei Installation und Anwendung, zu viele Formate, dazu Schwächen bei der Interoperabilität: Führende Hersteller von PCIe-basierten SSD-Speicherlösungen haben jetzt eine Arbeitsgruppe gegründet, die Standards erstellen soll.

Ziel der um Dell, EMC, Fujitsu, IBM und Intel gegründeten SSD Form Factor Working Group ist, den Einsatz von Solid State Drives (SSD) in Unternehmen zu vereinfachen. Aktuelle, auf der Peripheral Component Interconnect Express (PCIe) basierende SSD-Speicherlösungen, würden zwar die gewünschte Performance bieten, seien aber noch nicht so einfach zu installieren und zu administrieren, wie die Anwender es erwarten. Daher möchte die SSD Arbeitsgruppe, die neben den genannten aktiven Mitgliedern auch noch eine Reihe von mitwirkenden Mitgliedern umfasst, an Standards auf den drei folgenden Gebieten feilen:

Schnittstellen

Eine Kontorspezifikation soll die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Speicherprotokollen verbessern und SAS /SATA 3.0 und PCIe 3.0 unterstützten. Davon verspricht sich die SSD Form Factor Working Group mehr Flexibilität und Auswahl bei den Produkten.

Formfaktor

Mit den unterschiedlichen Anbietern auf dem Markt, haben sich auch unterschiedliche SSD-Formate etabliert:1,8 Zoll, 2,5 Zoll und vereinzelt 3,5 Zoll. Auch diese möchte die SSD Form Factor Group vereinheitlichen und einen Formfaktor auf Basis des 2,5-Zoll (6,35 cm) -Standards durchsetzen. Dieser würde zum einen mehr Platz für die neuen Konnektoren bieten, zum anderen könnten die Anwender dann bei den Gehäusen flexibel sein.

Hot-Plug

Auch sollen Solid State Drives künftig Hot-Plug-Funktionen unterstützen, um die Verfügbarkeit zu erhöhen und die Administration zu vereinfachen. Unter Hot Plugging verstehte man den Wechsel von Systemkomponenten und Modulen im laufenden Betrieb des Systems.