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Wallstreet-Erwartungen teilweise übertroffen

IT-Firmen legen Ergebnisse vor

16.10.1998
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Wallstreet-Erwartungen teilweise übertroffen

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Eine ganze Reihe prominenter Unternehmen aus der DV-Branche hat die Wallstreet mit unerwartet guten Quartalsergebnisse überrascht. +++ Symantec erreichte im zweiten Quartal seines Finanzjahres einen Nettogewinn von 6,8 Millionen Dollar oder 12 Cents pro Aktie. Der Umsatz des Tool-Herstellers lag bei 140 Millionen Dollar und damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (139 Millionen Dollar). Kurz nach dem Kauf von Intels Antivirus-Sparte gab Symantec gleichzeitig bekannt, daß es den auf Leistungs-Tools spezialisierten Konkurrenten Quarterdeck für rund 65 Millionen Dollar übernimmt. +++ Der Festplattenhersteller Quantum erreichte im vergangenen Quartal 17,3 Millionen Dollar Gewinn (11 Cent pro Anteilschein). Das sind 83 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch der Umsatz ging von 1,55 Milliarden Dollar in 1997 auf heuer 1,16 Milliarden zurück. +++ Unisys

konnte hingegen seine Gewinne verdoppeln. Im dritten Quartal verdiente der Hersteller, der sich wieder zunehmend auf sein gutgehendes Service-Geschäft besinnt, 95,6 Millionen Dollar oder 26 Cent pro Aktie. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 1,78 Milliarden Dollar. +++ Sun Microsystems verdiente im vergangenen Quartal (dem ersten des laufenden Geschäftsjahres) 113,9 Millionen Dollar oder 29 Cent pro Anteilschein (1997: 108,4 Millionen/27 Cent). Ohne den Kauf von Netdynamics hätten die Gewinne bei 197,9 Millionen oder 50 Cent je Aktie gelegen. Der Umsatz von Sun stieg von 2,1 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 2,5 Milliarden Dollar für 1998. +++ Excite bewegt sich langsam, aber sicher in Richtung Break-even. Im vergangenen Quartal machte der Internet-Katalog einen Verlust von 6,8 Millionen Dollar oder 14 Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Minus noch 8,2 Millionen Dollar oder 27

Cent je Aktie betragen. Der Umsatz von Excite in den vergangenen drei Monaten lag bei 44 Millionen Dollar und damit dreimal so hoch wie vor einem Jahr. +++ Rambus, Entwickler und Anbieter des PC-Arbeitsspeichers von morgen (von Intel bereits auserkoren, heute schon in Nintendos Spielekonsolen zu finden), verdiente im gerade abgeschlossenen vierten Quartal 1,75 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie. Ein Jahr zuvor hatte der Hersteller 1,06 Millionen oder vier Cent je Anteilschein erreicht. Der Umsatz im vergangenen Quartal lag bei 9,77 Millionen Dollar und damit 24 Prozent höher als 1997. Im gesamten Geschäftsjahr verdiente Rambus 6,88 Millionen Dollar (1997: 1,98 Millionen Dollar). +++ Iomega kämpft mit schwächelnder Nachfrage bei seinen "Jaz"- und "Ditto"-Laufwerken. Für das abgelaufene dritte Quartal vermeldete der Wechselmedienspezialist einen Nettoverlust von 14,8 Millionen Dollar oder sechs Cent je Aktie auf Basis eines Umsatzes von 391,8

Millionen Dollar (1997: 431,7 Millionen Dollar). Ohne die Akquisition von Nomai hätten die Verluste von Iomega 7,6 Millionen Dollar oder drei Cent pro Anteilschein gelegen – immer noch deutlich unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (30 Millionen Dollar oder 11 Cent pro Aktie Gewinn).