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Iona senkt Umsatz und Verlust

17.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der irische Middleware- und Integrationsspezialist Iona Technologies konnte im zweiten Quartal 2003 seine Verluste trotz Umsatzrückgang senken. Wie das an der US-Nasdaq notierte Unternehmen bekannt gab, gingen die Einnahmen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresszeitraum von 26,3 Millionen auf 16,4 Millionen Dollar zurück. Im Anfangsquartal 2003 hatte die Dubliner Softwareschmiede allerdings noch 17 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet.

Das Nettodefizit reduzierten die Iren im Jahresvergleich von 28,5 Millionen auf 25,4 Millionen Dollar oder 77 Cent pro Aktie. Das aktuelle Ergebnis belasteten primär Restrukturierungskosten in Höhe von 14,8 Millionen Dollar. So hatte der Mitgründer und Chairman Chris Horn, der Mitte des Quartals wieder auf dem Chefsessel Platz nahm (Computerwoche online berichtete), angekündigt, die Zahl der Belegschaft um ein Drittel auf rund 400 zu reduzieren. Sondereffekte ausgeklammert ging der Verlust von 48 auf 24 Cent pro Aktie zurück. Iona übertraf damit die Analystenerwartungen. Diese hatten im Schnitt mit einem Pro-forma-Ergebnis von minus 28 Cent je Anteil gerechnet.

CEO Horn erklärte, sein Unternehmen habe im zweiten Quartal die notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Organisation gemäß den Herausforderungen und Chancen des Marktes auszurichten. Gleichzeitig betonte er, dass Iona nach wie vor der führende Anbieter von CORBA-Middleware (Common Objects Request Broker Architecture) sei. Für das laufende Quartal rechnet Horn mit Einnahmen zwischen 15 Millionen und 18 Millionen Dollar. Die Gesamtkosten sollen sich auf rund 20 Millionen Dollar belaufen. (mb)