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Invensys-Restrukturierung wertet Baan auf

19.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der britische Ingenieurskonzern Invensys kündigt heute eine weit reichende Restrukturierung an. Das Unternehmen will sich künftig auf die zwei Kernbereiche Produktions- und Energie-Management konzentrieren. Zum ersteren gehört auch die im August 2000 übernommene niederländische ERP-Softwareschmiede (Enterprise Resource Planning) Baan (nebst Foxboro, Wonderware, Triconex, APV und Eurotherm). Dieser Bereich soll im Geschäftsjahr 2001/2002 umgerechnet 2,63 Milliarden Euro umsetzen. Zusammen mit den Einnahmen der Energy Management Division (3,94 Milliarden Euro) kommen beide Kernbereiche auf knapp 6,6 Milliarden Euro Umsatz.

Die weniger umsatzträchtige Development Division - spezialisiert unter anderem auf Windenergie - soll aufgrund ihres als hoch eingeschätzten Wachstumspotenzials ebenfalls im Konzern verbleiben. Invensys trennt sich jedoch von seiner Sparte Industrial Components and Systems. Diese erziele zwar knapp 3,8 Milliarden Euro Umsatz, operiere aber in sich konsolidierenden Märkten und entspreche nicht der strategischen Neuausrichtung, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Verkauf will Invensys aber auch seine Schuldenlast von gegenwärtig rund fünf Milliarden Euro um knapp die Hälfte reduzieren.

Auch die Management-Struktur von Invensys trägt der Neuausrichtung Rechnung. Die beiden Kernbereiche unterstehen künftig je einem eigenen COO (Chief Operating Officer). Für die Baan-Sparte zeichnet in dieser Position Leo Quinn verantwortlich; für die Energy Management Division ist der COO-Posten noch nicht besetzt. Ferner hat Invensys sechs neue Management-Positionen (Corporate Development, Customer Development, Services Delivery, Project Management, Lean Suppy Chain sowie Change Management) geschaffen. (tc)