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Intel und Macromedia sehen das Web in 3D

26.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Macromedia hat für seinen populären "Shockwave Player" 3D-Technik von Intel in Lizenz genommen, die in den Architecture Labs des Halbleiterriesen entwickelt wurde. Prinzipiell nutzt die Intel-Software die auf einem Rechner bereits installierten 3D-Ressourcen (etwa die mit vielen Grafikkarten oder Spielen ausgelieferten Programmierschnittstellen "OpenGL" oder "DirectX") und überträgt dabei genau die Qualität, die das jeweilige System verkraften kann. So umgeht sie weitestgehend die gegenwärtig noch vorhandenen Bandbreitenengpässe des World Wide Web.

Bisherige 3D-Ansätze für das Internet waren nur mäßig erfolgreich - seien es Microsofts "Chromeffects" oder VRML (Virtual Reality Modelling Language). Das Web 3D Consortium hatte deshalb kürzlich mit X3D einen Versuch unternommen, VRML in die neue Trendsprache Extensible Markup Language (XML) zu verpacken. Macromedia und Intel ignorieren die offenen Standards und setzen statt dessen auf die installierte Basis. "Shockwave hat eine viel größere Reichweite als VRML je hatte", glaubt Miriam Geller, Senior Product Manager bei Macromedia. Der Player sei auf 130 Millionen Rechnern weltweit installiert und werde mit Windows, Mac OS sowie den meisten Browsern verbreitet.