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Intel plant Linux-Treiber für Centrino

22.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel hat auf der Fachmesse LinuxWorld Conference and Expo in New York Treiber angekündigt, mit denen sich die Mobiltechnologie "Centrino" unter Linux nutzen lassen soll. Zunächst will der Hersteller eine proprietäre Komponente zur Verfügung stellen. Laut Will Swope, General Manager der Software and Solutions Group bei Intel, wird später ein quelloffener Treiber nachgelegt, der von Open-Source-Entwicklern geprüft und individuellen Anforderungen angepasst werden kann.

Bislang können Linux-Anwender nur zwei der drei Centrino-Komponenten nutzen - den Pentium-M-Prozessor und den dazu gehörenden Chipsatz. Die WLAN-Funktionen (Wireless LAN) der Technologie blieben Windows-Nutzern vorbehalten, was in der Linux-Community zu Verdruss führte.

Nach Angaben von Swope will Intel vorerst keinen Open-Source-Treiber zur Verfügung stellen, um die Art der WLAN-Implementierung geheim zu halten. Auch der geplante quelloffene Treiber soll so aufgebaut werden, dass die geistigen Eigentumsrechte Intels gewahrt bleiben. (lex)