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Intel-Chef Barrett: "Ich wünschte, ich hätte bessere Nachrichten"

07.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intels Chief Executive Officer (CEO) Craig Barrett rechnet nicht damit, dass sich die PC-Industrie in diesem Quartal gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres erholen wird. Der Grund dafür seien die weiterhin zögerlichen Ausgaben der Unternehmen für IT-Infrastruktur. Das erklärte Barrett auf einer Pressekonferenz in Taiwan. "Wir werden erst wieder einen deutlichen Aufwärtstrend sehen, wenn die Gewinne der Unternehmen steigen", sagte der Chef des US-Chipkonzerns. Zwar habe es in der letzten Zeit einige positive Nachrichten zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA gegeben, das habe sich jedoch noch nicht in der Profitabilität der Firmen oder deren IT-Ausgaben niedergeschlagen. Auch die relativ hohen Verbraucherumsätze in den neuen Märkten wie China, Osteuropa und Südamerika reichten nicht für eine Genesung der Branche aus. "Ich wünschte, ich hätte

bessere Nachrichten", fügte Barrett hinzu.

Im vergangenen Monat hatte Intel angekündigt, in seinem zweiten Geschäftsquartal einen Umsatz von voraussichtlich 6,4 bis 7,0 Milliarden Dollar zu erwirtschaften. Damit blieben die Einnahmen in etwa auf dem Niveau des ersten Geschäftsquartals, in dem der Halbleiterhersteller einen Umsatz von 6,78 Milliarden Dollar gemeldet hatte. (ka)