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Informatica verringert Verlust

20.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der im kalifornischen Redwood City ansässige Integrations-Softwareanbieter Informatica hat für sein drittes Quartal einen Nettoverlust von 0,2 Millionen Dollar ausgewiesen im Vergleich zu einem (vornehmlich durch Restrukturierungskosten verursachten) Fehlbetrag von 17,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Den Quartalsumsatz steigerte das Unternehmen im Jahresvergleich von 47,6 Millionen Dollar auf aktuell 50,7 Millionen Dollar. Der Aktienkurs von Informatica stieg nach Bekanntwerden des Resultats um zwölf Prozent auf ein 19-Monatshoch. Das Ergebnis pro Aktie lag um drei Cent über dem Analystenkonsens, und das Unternehmen erklärte, im kommenden Jahr könnten die Einnahmen deutlich über den Wall-Street-Erwartungen ausfallen.

Beobachter halten laut "Computerwire" trotz des Turnarounds Informatica für das möglicherweise nächste Übernahmeziel im volatilen BI-Markt (Business Intelligence). Als potenzielle Interessenten werden unter anderem IBM und Microsoft, aber auch Webmethods gehandelt, das seine Produkte schon seit längerem mit denen von Informatica integriert hat. Auch große ERP-Anbieter wie SAP und Peoplesoft, CRM-Spezialist Siebel oder finanziell stabilere BI-Größen wie SAS-Institute, Cognos oder Microstrategy wären als Käufer nicht auszuschließen, heißt es. (tc)