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IDF: Allerhand Neues aus dem Hause Intel

28.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel hat im Rahmen seiner Hausmesse Intel Developer Forum eine Reihe neuer Prozessoren vorgestellt. Eine 700 Megahertz schnelle Ausführung des Pentium III mit "Speedstep"-Power-Management - der Chip schaltet im Akku-Betrieb auf 500 Megahertz herunter - ist ab sofort verfügbar. Dell und Toshiba haben bereits entsprechende Ultraportables angekündigt ("Latitude L400", "Portege 3490CT"). Eine 1 Gigahertz schnelle Variante soll später im Laufe des Jahres folgen. Sie zielt auf mobile Anwender, die auch unterwegs viel Rechenleistung benötigen.

Frank Spindler, General Manager der Mobile Platforms Group, stellte außerdem einen neuen Prozessorkern in 0,13-Mikrometer-Struktur vor. Dieser trägt den Codenamen "Tualatin" und soll im Laufe des Jahres in Intels Mobilportfolio Einzug halten. Technisch handelt es sich dabei nicht um eine reine "Schrumpfung" des bisherigen Cores, sondern um ein vollständig neues Design, das bereits Anleihen beim Pentium 4 macht. "Tualatin ist aber kein mobiler Pentium 4", so Spindler. "Wir planen zwar einen solchen, aber nicht mehr für das Jahr 2001."

Paul Otellini, General Manager der Intel Architecture Group, präsentierte mit ersten "McKinley"-Systemen unter Windows, AIX sowie Linux wohl die eigentliche Sensation. Der Nachfolger des "Itanium", Intels erstem Chip mit der neuen IA-64-Architektur, liegt seit drei Wochen als Silizium vor. Erste McKinley-Pilotsysteme sollen noch in diesem Jahr erscheinen, die Massenproduktion beginnt 2002. Derweil beginnt der Halbleiterriese mit der Mengenfertigung der ersten Itanium-Generation. Experten gehen indes davon aus, dass entsprechende Systeme vornehmlich für Tests und Entwicklung genutzt werden.

Intels CEO (Chief Executive Officer) Craig Barrett äußerte sich dagegen eher zur allgemeinen Situation des Unternehmens. Er räumte ein, dass man vor allem im Bereich Kommunikations-Chips mit sinkender Nachfrage zu kämpfen habe. "Wenn sich ein Großkunde wie Cisco über den schwachen Markt beklagt, kann das für uns nicht folgenlos bleiben", erklärte Barrett gegenüber der "Financial Times". Ungeachtet dessen werde Intel weiter in Fertigung sowie Forschung und Entwicklung investieren. "Aus einer Rezession kann man sich nicht heraussparen", erklärte Barrett im Rahmen seiner IDF-Keynote.