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IDC: Preiswerte Server liegen voll im Trend

03.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher der IDC haben Zahlen zum weltweiten Server-Markt im ersten Quartal 2003 veröffentlicht. Das Umsatzvolumen ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar zurück. Das vorhergehende vierte Quartal hatte noch fünf Prozent unter Vorjahr gelegen, was die Auguren als Anzeichen für eine Stabilisierung des Markes werten. Wachstum ermittelte IDC vor allem im Volume-Segment (Server für weniger als 25.000 Dollar), wo der Umsatz um zehn Prozent stieg. "Der Markt schafft weiterhin Kapazität an, aber vor allem in Gestalt günstiger, Rack-optimierter Server, die in die heutigen gedeckelten Budgets passen", kommentiert Analyst Vernon Turner. Die im ersten Quartal ausgelieferten Server-Stückzahlen lagen insgesamt um 11,5 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums.

Durch die Kombination mit Compaq erreichte HP den größten Umsatzanteil von 27,9 Prozent. Allerdings gingen die Einnahmen des Konzerns um 11,7 Prozent auf 2,94 Milliarden Dollar zurück. Der Zweitplatzierte IBM dagegen steigerte seinen Server-Umsatz um 6,9 Prozentauf 2,68 Milliarden Dollar und kam auf 25,5 Prozent Market Share. Um 15,3 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar abwärts ging es für Sun Microsystems, das noch 12,8 Prozent Marktanteil und Platz drei des Hersteller-Ranking erreichte. Direkanbieter Dell setzte mit 985.000 Dollar 15,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor und landete mit 9,3 Prozent Marktanteil auf Platz vier. Fujitsu komplettiert die Top Five mit 5,3 Prozent Umsatzanteil; die Einnahmen der Japaner gingen um 2,2 Prozent auf 560.000 Dollar zurück.

Auf dem deutschen Markt stieg die Zahl verkaufter Server im ersten Quartal 2003 um 5,1 Prozent auf 56.000, die Einnahmen sanken im Jahresvergleich jedoch um 2,2 Prozent. Zum Vergleich: In Westeuropa wurden 8,9 Prozent mehr Server verkauft als ein Jahr zuvor, die Einnahmen sanken zeitgleich um 1,9 Prozent. Auch hierzulande haben die Auguren einen eindeutigen Trend zu günstigen Systemen ermittelt: Der durchschnittliche Anschaffungspreis fiel im Jahresvergleich von 14.600 auf 13.600 Dollar. Beim Umsatz in Deutschland (gesamt: 767 Millionen Dollar) führt IBM (26,5 Prozent) vor Fujitsu Siemens Computers (24,3 Prozent), Sun (19,9 Prozent), HP (18,9 Prozent) sowie Dell (3,1 Prozent). Anders als weltweit konnte Sun seinen Umsatz hier um 38,2 Prozent und damit von allen Herstellern am stärksten steigern, Dell legte um immerhin 25,3 Prozent zu. Alle übrigen stagnierten oder mussten weniger Umsatz verbuchen. (tc)