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IBM will StorageTank-Quellen offen legen

23.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM wird nach eigenen Angaben den Quellcode für sein ambitioniertes Storage-Management-Projekt "StorageTank" auch der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung stellen, wenn die Software im kommenden Jahr nach fünf Jahren Entwicklungszeit auf den Markt kommt. Auch die zugrunde liegende Kommunikationsmethode soll laut David Pease, StorageTank-Projektleiter und Manager Storage Software am Almaden Research Center des IT-Konzerns, öffentlich gemacht werden, um eine möglichst breite Unterstützung für die Technik sicher zu stellen.

Bei StorageTank - auch bekannt unter dem Codenamen "Golden Retriever" - geht es im Wesentlichen um die Zusammenfassung vorhandener Systeme zu einem leichter verwaltbaren Gesamtsystem, die so genannte Virtualisierung. Metadaten über den tatsächlichen physikalischen Speicherort einer Datei werden dabei nicht wie üblich im Storage-Subsystem, sondern auf speziellen Servern (kostengünstige Standard-Intel-Hardware unter Linux) untergebracht. Diese übernehmen die Verteilung der Daten auf die geeigneten Speichergeräte und ermöglichen betriebssystemunabhängige Zugriffe darauf. Allerdings braucht jedes Betriebssystem einen so genannten Agent, um mit dem Metadaten-Server zu kommunizieren. Big Blue wird unter anderem auch Beispiel-Sourcecode für ein solches Vermittlerprogramm bereitstellen, damit Dritte eigene Agents oder sogar eigenen Metadaten-Server programmieren können.

Weiterführende Informationen zu StorageTank finden Interessierte hier. (tc)