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IBM-Veteran leitet Open-Source-Labor

22.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unter neuer Führung steht das Open Source Developement Lab (OSDL) seit Montag: Stuart Cohen wird das Entwicklungslabor leiten, das vor zwei Jahren von IT-Herstellern wie Intel, Hewlett-Packard, IBM, NEC, Fujitsu und Dell zusammen mit Linux-Distributoren wie Redhat, Suse oder Miracle Linux ins Leben gerufen wurde. Das OSDL dient als zentrale Entwicklungs- und Testumgebung für unternehmenskritische Linux-Anwendungen sowie als Diskussionsforum rund um das Open-Source-Betriebssystem.

Cohen, der zuletzt als Vice President Marketing und Geschäftsentwicklung beim Softwarehersteller Radisys tätig war, arbeitete zuvor 17 Jahre lang für IBM. Insgesamt ist er seit 22 Jahren in der IT-Industrie tätig. Als Nachfolger von Jerry Greenberg, der sich in den Aufsichtsrat zurückzieht, will Cohen vor allem neue Sponsoren für das OSDL suchen. Insbesondere im Umfeld der IT-Hersteller, die seinerzeit das Lab gründeten, sieht Cohen Potenzial für weitere Geldgeber. Ab 10 000 US-Dollar können Unternehmen das Labor, das 30 Mitarbeiter beschäftigt und auch in Japan ein Entwicklungszentrum unterhält, fördern. (am)