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IBM und LSI Logic kooperieren

22.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Durch ein Lizenzabkommen darf IBM nun den digitalen Signalprozessor (DSP) "ZSP" von LSI Logicvermarkten. Er soll in anwenderspezifischen Chips für große Netz- und Kommunikationsunternehmen zum Zug kommen. Erste IBM-Produkte mit dem LSI-Prozessor werden für Anfang nächsten Jahres erwartet.

Von dem Deal wollen beide Unternehmen profitieren: IBM erhält eine Schlüsseltechnologie für künftige Netzanforderungen, und LSI Logic gewinnt einen Großkunden für eine Technik, von der man sich erhofft, dass sie Standards setzt.

Mit dem Schulterschluss wollen die beiden Konkurrenten auch ihre Position gegenüber Texas Instruments (TI) verbessern, unangefochten die Nummer eins im Markt der digitalen Signalprozessoren. Konkurrenz bei DSPs für Handys und andere Consumer-Produkte habe TI jedoch nicht zu erwarten, erklärt IBM. Vielmehr wolle man den Prozessor zusammen mit Power-PC-Systemen in Switches und Routern verwenden, die im Internet beispielsweise für Sprachübertragungen genutzt werden sollen.