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IBM und Intel entwickeln Boards für Blade-Server

17.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und Intel wollen bei der Entwicklung neuer ultrakompakter Blade-Server gemeinsame Sache machen. Nach Angaben von Tim Dougherty, Direktor des Bereichs Server-Blades bei IBM, werden die beiden Unternehmen demnächst entscheiden, welche Modelle dafür in Frage kommen. Im Rahmen der auf mehrere Jahre angelegten Zusammenarbeit sollen beide Partner Zugriff auf die gemeinsam verwendeten Board-Designs erhalten, darüber hinaus aber auch jeweils ihre eigenen Blade-Systeme entwerfen dürfen.

Das Blade-Konzept vereint komplette Server (Blades) auf einem Board, die neben mehreren anderen auf ein Schubchassis in einem Rack gesteckt werden. Anders als bei den alten "Pizzaschachtel-Stapeln" passen so mehrere hundert Server in ein Regal. Als attraktiv gilt dieses Verfahren insbesondere aufgrund seiner Platz und Strom sparenden Eigenschaften sowie unkomplizierter Erweiterungs- und Administrationsmöglichkeiten.

Die ersten Systeme, die für den geplanten Deal in Frage kommen dürften, sind IBMs neue "Blade-Center"-Rechner, deren Markteinführung Big Blue für Ende September angekündigt hat. Während die Blade-Produkte etwa von Konkurrent Hewlett-Packard mit Pentium-III-Prozessoren bestückt sind, zielt das IBM-Intel-Abkommen nach Angaben von Intel-Marketier Phil Brace auf Systeme mit leistungsfähigeren CPUs. "Die ersten Produkte werden auf Intels Midrange-Prozessoren Xeon und Xeon MP basieren", so Brace. Itanium-2-Lösungen stünden in absehbarer Zeit ebenfalls auf dem Programm. (kf)