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IBM präsentiert neues Verschlüsselungsverfahren

01.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Charanjit Jutla, ein Wissenschaftler bei IBM, hat nach Angaben des Konzerns einen neuartigen symmetrischen kryptografischen Algorithmus entwickelt, der Verschlüsselung und Authentifizierung in einem Schritt erledigt und noch dazu auf entsprechender Hardware parallelisiert arbeitet. Damit, so Big Blue, ließen sich vor allem bei der Verschlüsselung großer Dateien drastische Geschwindigkeitszuwächse erzielen. Das Konzept will man sich deswegen auch gleich patentieren lassen.

Experten fragen allerdings nach dem Sinn der neuen Technik. "Niemand braucht so etwas", bemängelt Bruce Schneier, Krypto-Experte und Cheftechniker bei Counterpane Internet Security. "Klar, RSA kann langsam sein, aber andere Teile der Netzwerkprotokolle sind viel langsamer. Es kommt praktisch nie vor, das Verschlüsselung den Flaschenhals einer Kommunikation darstellt."