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IBM lockt mit Sonderkonditionen für Mainframe-Upgrades

11.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Besitzern älterer kleinerer Mainframes aus eigener Produktion sowie aus der Fertigung der PCMer Amdahl und Hitachi will IBM mit erheblichen Softwarerabatten den Umstieg auf neue 64-Bit-Systeme der Serien z900, z990 oder z800 (letztere nur im Sysplex-Cluster) versüßen. Dazu verbilligt Big Blue das Betriebssystem-Upgrade von OS/390 auf z/OS je nach System um bis zu 50 Prozent (je kleiner, desto billiger lautet die prinzipielle Devise). Die neuen Maschinen müssen dazu eine Leistung zwischen 41 und 247 MSU (Measured Service Units, nach alter Rechnung 239 bis 1447 MIPS) aufweisen, und das z/OS muss mit Workload Licensed Charge (WLC) oder Parallel Syspley Licence Charge (PSLC) beschafft werden.

Das Angebot gilt bis Ende des Jahres. Der Hersteller will damit offensichtlich erreichen, dass Kunden mit vielen älteren kleinen Mainframes entweder auf viele neue umsteigen oder ihre Workloads auf weniger, aber ebenfalls nicht allzu großen Mainframes konsolidieren. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich im Channel derzeit zu viele z800- und möglicherweise kleinere z900-Systeme befinden. Die Hardwarepreise senkt der Hersteller ungern - sie lassen sich später kaum wieder erhöhen. Und warum auch, wenn man mit günstigeren Softwarepreisen - die bei der installierten Basis gemeinhin weniger geläufig sind - das gleiche Ziel erreichen kann. (tc)